Mykotherapie

Die Pilzheilkunde ist - ebenso wie die Pflanzenheilkunde - eine der ältesten therapeutischen Formen, die Menschen bekannt sind. In Asien und Russland sind sie immer noch Teil einer ungebrochenen Medizintradition, die kontinuierlich praktiziert und naturwissenschaftlich erforscht wird. Im Westen ist sie erst langsam wieder im Kommen.

 

Pilze sind weder Pflanzen, noch Tiere, sondern eine eigene Gattung oder Lebensform. Manche vermuten den Ursprung von Pilzsporen gar in den Tiefen des Weltalls. Entsprechend sind ihre Inhaltsstoffe auch einzigartig: sie greifen so deutlich in unseren Stoffwechsel ein, dass es viele aktuelle erfolgversprechende Studien zu Krebs oder anderen gravierenden Erkrankungen gibt. Es gibt weltweit neben Speisepilzen auch psychedelische (bewusstseinsverändernde) Pilze und wesentlich mehr stark giftige Varianten als im heimischen Pflanzenreich.

 

Während bei entsprechender Dosierung auch europäische viele Speisepilze wie Champignons über Heilwirkungen verfügen, handelt es sich bei der Mykotherapie meistens um asiatische Pilze, von denen Reishi oder Shiitake die bekanntesten sein dürften. Sie werden meistens als Pilzpulver oder standardisierte Auszüge angeboten, die oral eingenommen werden. Neben der Monotherapie eignen sich Pilze übrigens auch hervorragend zu Ergänzung von naturheilkundlichen wie auch schulmedizinischen Behandlungen.

 

Der Geschmack von Heilpilzen ist unter Umständen gewöhnungsbedürftig: manche Patienten können sich gar nicht damit anfreunden, während ihn andere tolerieren oder gar lecker empfinden. Angesichts des breitgefächerten Wirkungsspektrums vieler Pilze ist es jedoch sicher einen Versuch wert, herauszufinden, ob man selbst ein "Pilz-Typ" ist.   Text als PDF

zurück

| Datenschutz / Impressum |