Anthroposophische Medizin

Die Anthroposophische Medizin nach Rudolf Steiner (1866-1925) ist ein ganz eigener medizinischer Ansatz, in dem sich jedoch wesentliche Elemente der Spagyrik und Homöopathie wiederfinden. Sie versteht sich als Erweiterung der Schulmedizin, indem neben den naturwissenschaftlichen Forschungen bestimmte geisteswissenschaftliche  Erkenntnisse in die Therapie mit einfließen.

 

Anthroposophische Heilmittel sind dementsprechend teilweise an unterschiedlichen  Kriterien orientiert als die üblichen Pharmazeutika. Dies hängt auch mit der anderen Sichtweise zusammen, welche die Anthroposophie auf das Wesen des Menschen sowie seinen Entwicklungs-Weg in dieser Welt hat. Auch führt das spezielle Bild das Menschen  (z.B. die Dreigliederung des Körpers) zu anderen Ausrichtungen in Therapie und Heilung.

 

Daher werden ihre Wirkmechanismen nicht von der Schulmedizin anerkannt, auch wenn anthroposophische Arzneimittel heute weit verbreitet sind. Viele verwendete Grundstoffe sind jedoch in ihrer Wirkung belegt, manche haben erst durch die Anthroposophie ihren Eingang in die Schulmedizin gefunden - wie etwa die in der modernen Krebstherapie oft verwendete Mistel.

 

Aufgrund ihrer Bedeutung gehört die Anthroposophische Medizin, wie auch die Homöopathie, Spagyrik und die (traditionelle) Phytotherapie zu den "besonderen Therapierichtungen": ihre Herstellungsweisen sind nach dem Arzneimittelbuch geregelt, die Arzneimittel sind jedoch von den üblichen Wirksamkeitsnachweisen befreit. Rudolf Steiners Einfluss reicht jedenfalls bis in die heutige Zeit hinein: neben der Anthroposophischen Medizin war er ebenfalls der Begründer der Waldorfpädagogik, der biologisch-dynamischen Landwirtschaft, einer speziellen heilpädagogischen Richtung, einer eigenen Kunstrichtung und verschiedenen philosophischen, politischen und wirtschaftlichen Ansätzen. Text als PDF

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